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Traurige Musik und traurige Physiker
Diesen Monat haben wir euch ja schon so einiges über Physik und Musik geliefert. Ihr habt lehrreiche Songs und verrückte Musikinstrumente kennen gelernt. Heute wird es ein wenig sozialkritischer. Das Video der Woche hat auf den ersten Blick gar nichts mit Physik zu tun. Es ist ein Lied des Künstlers Mark Everett, der schon mit dem ein oder anderen Lied in den internationalen und deutschen Charts vertreten war. Und was hat der mit Physik zu tun? Er ist der Sohn eines berühmten Physikers. Hugh Everett ist der Erfinder der "Viele Welten Hypothese". Noch nie davon gehört? Das liegt daran, dass sich seine These unter den Wissenschaftlern nicht durchgesetzt hat. Das ist in der Wissenschaft ja ein ganz üblicher Prozess, ihn hat das aber schwer getroffen. Er wurde Alkoholkrank und starb schon mit 51. Seine ganze Familie wurde von mehreren Schicksalschlägen getroffen, die Mark Everett in seinen meist traurigen Songs verarbeitet. Eine Zusammenfassung darüber hat "die Welt" unter folgendem Link geschrieben: http://www.welt.de/kultur/pop/article126910088/Oliver-Everett-ist-unser-Mann-am-Abgrund.html Warum wir euch so etwas als Video der Woche zu lesen geben? Um euch zu zeigen, dass auch Ingenieure und Wissenschaftler ein Leben neben der spannenden Wissenschaft haben. Leider geht da auch manchmal einiges in die Hose. Hugh Everett bleibt aber nicht vergessen. Ohne ihn würden wir heute nicht die Musik seines Sohnes haben und seine Idee, dass sich das Universum andauernd in viele weitere Parallelwelten teilt hat viele Science Fiction Autoren inspiriert. Wenn ihr also mal eine Arbeit verhauen habt nicht traurig sein; in einem anderen Universum habt ihr sie bestanden! Und wenn euch Hugh Everett nicht aufmuntert, dann hört ihr halt die traurige Musik von seinem Sohn.